Die Kirche St. Ursula
In den Jahren 195456 schuf der Kölner Architekt und Pritzker-Preisträger Prof. Gottfried Böhm nach Vorentwürfen seines Vaters, Prof. Dominikus Böhm, die Zentralbaukirche mit sechs Konchen (halbrunden Nebenräumen mit Halbkuppeln) unter einem von schlanken, vorgestellten Pfeilern getragenen Kuppeldach. Die Konchen sind durch hohe Fenster mit netzförmigen Strukturen verbunden. Neben der Kirche ragt ein schlanker Campanile empor.
Das Bauwerk ist im März 1993 aufgrund seiner künstlerischen, architekturgeschichtlichen wie auch städtebaulichen Akzente mit seinem äußeren Erscheinungsbild sowie mit seiner Innenausstattung unter Denkmalschutz gestellt worden. Ihm wird eine besondere architekturgeschichtliche Bedeutung für das gesamte Rheinland zugesprochen.
Aktuelle Entwicklungen
Im Jahre 2002 ist die ehemals eigenständige Kirchengemeinde St. Ursula mit den Pfarrgemeinden St. Severin und St. Joseph zu der neuen Pfarrgemeinde Zu den Heiligen Severin, Joseph und Ursula zusammengefasst worden.
Die Pfarrkirche St. Ursula ist am 29. Juni 2006, an ihrem 50. Weihetag, infolge des in seinen konkreten Auswirkungen umstrittenen Sparkonzeptes Zukunft heute des Erzbistums Köln profaniert und anschließend an die Bernd Reiter Gruppe verkauft worden.
Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz hat die Kirche am 14. März 2006 zum Denkmal des Monats erklärt. Der Architekturhistoriker Helmut Fußbroich bezeichnete die Kirche bei diesem Anlass als eine der schönsten Kirchen, die nach 1945 gebaut wurden, nicht nur in Kalscheuren oder in Köln, sondern in ganz Deutschland.
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